Reiseverband zeigt sich enttäuscht vom Bund-Länder-Treffen


Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat enttäuscht auf das Bund-Länder-Treffen vom Montag reagiert.

Zwar begrüße der Verband es, dass sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten mit der Frage möglicher Freiheiten für Geimpfte befasst haben, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es ist allerdings enttäuschend, dass es kein konkretes Ergebnis gab. Weder wurde ein schlüssiges Testkonzept beschlossen, noch gab es konkrete Zeitangaben, wann Geimpfte ihre Grundrechte zurückerlangen“, sagte eine DRV-Sprecherin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Der DRV forderte eine Übergangsphase, während der Reisen ermöglicht werden sollen, sofern ein negativer Corona-Test vorliege. Beim Impfen ist Deutschland aus Sicht des Verbands auf einem guten Weg. „Dementsprechend sind wir positiv gestimmt, dass dem Sommerurlaub im Inland und auch im Ausland kaum noch etwas entgegensteht“, sagte die Sprecherin. Voraussetzung dafür seien tragfähige Konzepte, die Teststrategien sowie Hygiene- und Sicherheitskonzepte beinhalten würden.

Die Einschränkungen für Geimpfte sollten so schnell wie möglich beendet werden, sagte auch der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager. „Hier hätten wir klarere Verabredungen erwartet.“ Es sei richtig, wenn schnell überall dort, wo bereits ein negativer Antigentest ausreiche, dies auch für Geimpfte und Genesene gelte. Auch die Impf-Priorisierung müsse rasch aufgehoben werden. Vorgesehen ist dieser Schritt aktuell erst für den Monat Juni – gewünscht hätte man sich diesen laut Sager bereits im Mai. Mittlerweile sei der Immunisierungsgrad der älteren Bevölkerung und der Risikogruppen gut vorangeschritten. „Damit würden wir noch einmal Geschwindigkeit gewinnen“, sagte Sager.


Mit Material der dts Nachrichtenagentur | Titelfoto: EVN |