Reisende erhalten künftig weniger Entschädigung im EU-Zugverkehr


Bei „höherer Gewalt“ können Bahnunternehmen in Europa künftig auf Entschädigungen für Zugausfälle und Verspätungen verzichten.

Die Grünen im Europaparlament scheiterten am Donnerstag in Brüssel mit einem Antrag, die Regelung etwa zu extremen Witterungsbedingungen vor Inkrafttreten noch aufzuhalten. Das Parlament billigte formal die bereits getroffene Einigung zu Passagierrechten mit den EU-Staaten vom Oktober. Die neuen Bestimmungen sollen nun mit einer Verzögerung von zwei Jahren Anwendung finden. Das berichtet unter anderem die Deutsche Presse-Agentur.

Die Regelungen sind eine Überarbeitung der Rechte Bahnreisender von 2009. Sie sollen sicherstellen, dass stets eine Weiterreise angeboten und bei Verspätungen und Ausfällen besser geholfen wird. Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität sollen künftig in allen Zügen ein Recht auf Unterstützung haben, etwa beim Ein- und Aussteigen – müssen dies aber 24 Stunden vorher ankündigen. Außerdem soll es mehr Platz für Fahrräder geben.


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