DB-Personalvorstand Seiler: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist „Frage der Arbeitgeberattraktivität“


Der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Martin Seiler, nahm am Freitag an der Diskussion beim Digitalen Forum „Vereinbarkeit stärkt – Familienbewusstsein in Unternehmen“ teil. Dabei tauschte er sich auch mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey aus.

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch eine Frage der Arbeitgeberattraktivität“, betonte Seiler. Zentrales Anliegen der Deutschen Bahn sei es, „attraktiv und krisensicher für Eltern zu sein – für Frauen UND Männer, die sich nicht zwischen Kind und Karriere entscheiden, sondern beides haben wollen.“ Seit Kurzem schreibe das Unternehmen daher alle geeigneten Vakanzen standardmäßig in Teilzeit aus und optional auch in Vollzeit, egal in welcher Hierarchieebene. Im Fokus des DB-Konzerns stünden „Gleichberechtigung und Chancengleichheit.“

Familienministerin Giffey appellierte an die Unternehmen in Deutschland, die Erfahrungen während der Pandemie als Impulse für eine moderne Unternehmenskultur nach der Krise zu nutzen: „Die Krise ist eine immense Belastung für Eltern und Arbeitgeber. Aber sie hat auch Raum geschaffen für unkonventionelle Lösungen und neue Ideen, wie Beschäftigte Familie und Beruf trotz allem vereinbaren können.“ Daraus müsse man lernen und nach der Krise nicht wieder in den alten Status quo zurückfallen, so Giffey.

Alle am Digitalen Forum teilnehmenden Unternehmen betonten, die Errungenschaften der letzten Jahre im Bereich Vereinbarkeit zu erhalten und weiter zu stärken. Vereinbarkeit müsse vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung und des gesellschaftlichen Wertewandels wesentlicher Baustein einer nachhaltigen, innovativen Wirtschaft im Aufschwung nach der Krise sein, hieß es.


| Titelfoto: DB AG |