EVG lehnt FDP-Pläne zur Zerschlagung des DB Fernverkehrs ab


Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat sich gegen die von der FDP geplante Zerschlagung der Fernzugsparte des DB-Konzerns ausgesprochen.

„Ein solcher Privatisierungs- und Ausschreibungswahn würde die Arbeits- und Sozialbedingungen der Beschäftigten im Verkehrssektor gefährden“, schreibt die Gewerkschaft in einem Statement. Die EVG lehne diese Pläne, die eine „Gefahr für den gesamten Schienenverkehr in Deutschland“ seien, „konsequent ab“.

Die Liberalen wollen sich laut einem Positionspapier für eine radikale Reform des Schienenverkehrs in Deutschland einsetzen. Konkret spricht sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür aus, alle Unternehmen, die für den Betrieb von Zügen bei der Deutschen Bahn zuständig sind, zu privatisieren.


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Als Grund führte die Partei die heutige Monopolstellung der Fernverkehrssparte an. Laut der Bundesnetzagentur betrug der Marktanteil der Deutschen Bahn im Fernverkehr zuletzt etwa 96 Prozent, in den Jahren zuvor sogar 99 Prozent. Nach Ansicht der Partei sollte dieser Geschäftsbereich „in mindestens zwei Einheiten mit ähnlichen Angebotsprofilen aufgeteilt“ werden. Ein ähnliches Vorgehen wäre den Liberalen zufolge auch bei DB Regio und DB Cargo zu prüfen, sei aber „aufgrund des schon heute hohen Anteils an Wettbewerbern im Nah- und Güterverkehr nicht zwingend notwendig.“


| Titelfoto: EVN |