Jugendliche verunfallen an Steilhang – Güterzug wird zum Rettungstransporter


Zwei verletzte Jugendliche sind am Freitagabend nach einem Unfall per Güterzug geborgen worden.

Die beiden waren in einem Waldstück zwischen Welper und Blankenstein bei Hattingen (Nordrhein-Westfalen) an einem Steilhang mehrere Meter in die Tiefe gestürzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Verunfallten wurden in unmittelbarer Nähe zur dortigen Bahntrasse schwer verletzt aufgefunden. Da das Gelände für die Rettungskräfte mit Straßenfahrzeugen nicht zu erreichen war, wurde ein Güterzug, der die Strecke befuhr, gestoppt und in Abstimmung mit dem Zugpersonal für den Transport der Verletzten genutzt. Die Jugendlichen konnten so bis zum Bahnhof am Wasserschloss Kemnade gebracht werden. Dort wurden sie mit zwei Rettungswagen in Spezialkliniken transportiert.

„Durch die Unterstützung des Zugpersonals ist es gelungen, die beiden Verletzten schnell und schonend aus der Einsatzstelle zu transportieren“, sagte Feuerwehrsprecher Jens Herkströter.

Der Notfallmanager des Streckenbetreibers TER GmbH hat nach dem Unfall deutlich darauf hingewiesen, wie gefährlich das Betreten der Gleisanlagen ist. Dort fahren in unregelmäßigen Abständen die verschiedensten Schienenfahrzeuge. Einige Züge seien bis zu 2.500 Tonnen schwer und fahren bis zu 50 km/h. Selbst bei einer Schnellbremsung sei der Anhalteweg noch mehrere Hundert Meter lang.


| Fotos: Jens Herkströter / Feuerwehr Hattingen |