ÖBB setzt „Super-Bauzug“ für Modernisierung im Karawankentunnel ein


Seit September 2020 laufen die Arbeiten zur Modernisierung des Karawankentunnels, der Österreich und Slowenien verbindet. Die ÖBB setzen für die Arbeiten auch einen Schnell­umbauzug (SUZ) ein.

Vom 29. April bis 5. Mai war der 500 Meter lange Schienenumbauzug SUZ 500 im Einsatz. Er hat sich von Norden nach Süden Richtung Jesenice vorgearbeitet und verlegte dabei 200 Meter Gleis pro Stunde neu, täglich waren es 1.620 Meter, wie eine ÖBB-Sprecherin am Mittwoch mitteilte.

Die rund 2.000 Tonnen schwere Maschine bewegt sich im Schritttempo und verlegt das neue Gleis in die endgültige Position. Beim Einbau des neuen Gleises werden Schwellen und Schienen vom hinteren Ende des Zuges nach vorne befördert. Die Montage erfolgt im vorderen Bereich der Maschine. 18 Mitarbeiter begleiten den Bauzug beim Verlegen der Gleise.


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Im Tunnel werden insgesamt rund 8.000 Meter Gleise verlegt, dazu kommen 80 Meter auf der freien Strecke bis zum Nordportal. Dabei werden insgesamt circa 13.500 Gleisschwellen verbaut und etwa 20.000 Tonnen Gleisschotter benötigt. Laut den ÖBB werden im Tunnel Holzschwellen verlegt, weil sich diese besser an die Umgebung des bestehenden Tunnels anpassen.


| Fotos: ÖBB / evmedia |