EVG und Länderbahn einigen sich auf Tarifabschluss


Die Mitarbeiter der Länderbahn (DLB) erhalten künftig mehr Geld. Darauf haben sich das Unternehmen und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verständigt.

Vorausgegangen waren zähe Verhandlungen und ein Warnstreik Anfang März. Laut Mitteilung der EVG sollen die Mitglieder der Gewerkschaft zur Abmilderung der Belastung durch die Corona-Krise im Juni eine Corona-Beihilfe von 700 Euro erhalten. Darüber hinaus sollen die Löhne zum 1. Juli 2021 um 1,8 Prozent sowie im Rahmen des EVG-Wahlmodell ab 2022 im Volumen von 1,3 Prozent und ab 2023 in Höhe von 2,6 Prozent steigen. Das bedeute eine Verbesserung um insgesamt 4,4 Prozent, wie die Gewerkschaft mitteilte. Auch die Vergütung von Auszubildenden soll zunächst um jeweils 40 Euro im Jahr 2021 und 2022 ansteigen, ab 2023 erfolge eine Anpassung an das marktübliche Branchenniveau.

Beim EVG-Wahlmodell entscheiden die Mitglieder selbst über die Form der tarifvertraglichen Verbesserungen. Man kann wählen zwischen drei Varianten: mehr Geld, mehr Urlaub oder Arbeitszeitverkürzung.


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Vereinbart worden seien zudem die Einführung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge und der Abschluss eines Zeitguthabenkonten-Tarifvertrages. Das bedeutet selbst bestimmte flexible Zeitentnahmemöglichkeit während des gesamten Berufslebens sowie eine Erhöhung und Dynamisierung zahlreicher Zulagen.


| Titelfoto: Länderbahn |