Korruptionsvorwürfe und Demonstrationen nach Metro-Unglück in Mexiko-Stadt

Blick auf die Unfallstelle am 4. Mai 2021 | Foto: Imago / Agencia EFE

In Mexiko-Stadt sind vier Tage nach dem Einsturz einer Metro-Brücke hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Sie forderten Gerechtigkeit und Aufklärung.

Das Unglück sei eine Schande für die ganze Gesellschaft, hieß es. Es wurden Vorwürfe laut, der schwere Unfall sei auf Nachlässigkeit und Korruption zurückzuführen. Auch die Gewerkschaft der U-Bahn-Mitarbeiter warf den Behörden vor, Warnungen über den Zustand der Überführung ignoriert zu haben, berichten Medien.

Die Bundesanwaltschaft in Mexiko hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Die Zahl der Todesopfer liegt inzwischen bei 26. Gestern erlag eine Frau ihren schweren Verletzungen, etwa 30 Personen werden noch in Krankenhäusern behandelt.


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Am Montagabend gegen 22 Uhr (Ortszeit) war eine Überführung der Metro-Linie 12 unter einem Zug eingestürzt. Vor dem Unglück habe es immer wieder Warnungen über Schäden gegeben. Die betroffene Bahnstrecke war erst Ende Oktober 2012 eröffnet worden. Nur gut ein Jahr nach der Inbetriebnahme musste der Verkehr auf der Linie allerdings für Reparaturen bereits wieder monatelang unterbrochen werden.