Ursachen für Arbeitsunfälle an Bahn-Oberleitungen

Techniker bei Arbeiten an einer Oberleitung | Foto; DB AG

Ursachen für Arbeitsunfälle an Oberleitungen der Bahn sind laut Bundesregierung häufig verhaltensbezogene Fehler der betroffenen Personen.

Würden alle Maßnahmen aus den Richtlinien der Deutschen Bahn AG eingehalten und die „fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik“ umgesetzt, könnten die Arbeiten an der Ober­leitung sicher durchgeführt werden, schreibt die Regierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Zudem gebe es jährliche Arbeitsschutz­unter­weisungen, bei denen konkrete Unfallereignisse zur Sensibilisierung der Mitarbeiter besprochen werden, heißt es in der Vorlage.

Zwischen 2010 und 2020 wurden insgesamt neun Beschäftigte der Deutschen Bahn durch Stromunfälle tödlich verletzt. Bei Mitarbeitenden von Fremdfirmen kam es laut der Antwort im gleichen Zeitraum zu 34 schweren und tödlichen Unfällen durch die Einwirkung von Strom aus der Oberleitung.

Laut den beigefügten Zahlen wurden darüber hinaus im vergangenen Jahr 783 meldepflichtige Arbeitsunfälle mit verletzten Personen im Bereich der Infrastrukturanlagen der Deutschen Bahn erfasst. Drei Arbeiter kamen 2020 ums Leben. Der Höchststand mit 905 Verletzten wurde 2015 registriert, damals starben 10 Mitarbeitende. Die Angaben umfassen sowohl Beschäftigte der DB AG als auch von beauftragten Fremdunternehmen.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn hätten sich die Regelwerke bewährt, da die Anzahl der tödlichen Unfälle zwischen 2015 und 2020 kontinuierlich gesunken sei.


aktualisiert am 10. Mai 2021, 14:37 Uhr