DB Cargo und Wettbewerber wollen Einzelwagenverkehr stärken

Güterwaggon steht auf einem Abstellgleis | Foto: Pixabay

Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, und weitere Wettbewerber wollen gemeinsam den Einzelwagenverkehr stärken. Beide Seiten haben daher ein gemeinsames Netzwerk gegründet.

Beim Einzelwagenverkehr, der als aufwendig und eher unwirtschaftlich gilt, werden einzelne Waggons bei Industriekunden abgeholt und in großen Rangierbahnhöfen zu langen Güterzügen zusammengestellt. Nach eigenen Angaben dominiert die Deutsche Bahn rund 80 Prozent dieses Verkehrs. Dabei bedient sie vor allem große Kunden etwa aus der Automobil- oder Chemieindustrie, bei denen sie direkt zahlreiche Waggons transportiert. Die übrigen 20 Prozent des Einzelwagen-Marktes füllen Wettbewerber, die vor allem regionale und kleinere Kunden anfahren.

Ziel des neuen „Netzwerks Zukunft Einzelwagenverkehr“ ist es, die Ladung des Einzelwagen­segments sowohl auf der Schiene zu halten als auch zusätzliche Ladung von der Straße auf die Schiene zu verlagern, heißt es in einer Mitteilung des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), das sich mit zahlreichen Mitgliedern an dem Vorhaben beteiligt. Neben der DB Cargo als eines der Gründungsmitglieder, nehmen bereits heute elf weitere Eisenbahnverkehrs­unternehmen an der Kooperation teil.

Der Marktanteil des Schienengüterverkehrs liegt in Deutschland aktuell bei etwa 18 bis 19 Prozent. Laut der Bundesregierung soll der Anteil bis 2030 auf 25 Prozent steigen.