Bahnunfall in Berlin-Lichtenberg wohl durch umgestellte Weiche verursacht

Unfallstelle in Berlin-Lichtenberg | Foto: privat

Der Unfall in Berlin-Lichtenberg, der sich in der Nacht auf Mittwoch um kurz nach Mitternacht ereignet hatte, ist offenbar durch eine umgestellte Weiche verursacht worden.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) und die Bundespolizei haben Ermittlungen aufgenommen. „Derzeit stellt sich das Ereignis so dar, dass bei der Ausfahrt aus Gleis 22 des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg in Richtung Ostkreuz der Güterzug 91077 in der Weiche 163 entgleiste und mit dem mittleren Zugteil gegen einen Leerreisezug der am Einfahrsignal wartete prallte“, teilte ein BEU-Sprecher am Freitag mit. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei gegenüber dem Tagesspiegel sagte, sei eine Weiche unter dem fahrenden Güterzug „verstellt“ worden. Der Zug fuhr deshalb ein Stück auf zwei parallelen Gleisen – bis der hintere Teil gegen den Regionalzug stieß. Ein Waggon kippte durch den Zusammenprall zur Seite.


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Bei der Bundespolizei laufen zu dem Vorfall Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Unklar sei noch, ob es sich um einen menschlichen Fehler im Stellwerk handelt oder um einen technischen Defekt.

Der beschädigte Regionalzug könne bis auf weiteres nicht eingesetzt werden, heißt es von Seiten des Bahnbetreibers. Mögliche Zugausfälle auf den Linien RE2 und RE4 konnte die ODEG nicht ausschließen – man bemühe sich aber um einen Ersatzzug.