Bundesregierung: Deutsche Bahn entwickelt Winterdienst kontinuierlich weiter

Vereister Frontbereich bei einer Lok der Baureihe 146 | Foto: DB AG / Wolfgang Klee

Nach dem heftigen Wintereinbruch vor gut drei Monaten mit tagelangen Strecken­sperrungen teilt die Bundesregierung mit, dass die Deutsche Bahn AG ihren Winter­dienst kontinuierlich weiterentwickelt.

Basis dafür seien die Erfahrungen aus vergangenen Wetterereignissen, Analysen sowie Anregungen aus der Branche, schreibt die Regierung in einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion. Zudem stünde der Staatskonzern im engen Austausch mit anderen Bahnen und der Wissenschaft. Erkenntnisse daraus sollen in die laufende Optimierung der Wintervorbereitungen einfließen.

Anfang Februar waren zahlreiche Strecken im Regional- und Fernverkehr aufgrund von Schneemassen längere Zeit unbefahrbar. Neben den Zügen der Deutschen Bahn konnten auch viele private Bahnunternehmen ihre Verkehre nicht mehr aufrechterhalten. Der bahnpolitische Sprecher der Grünen, Matthias Gastel, kritisierte damals, dass die Bahn die Gleise einfach einschneien ließ und die Strecken anschließend gesperrt wurden. Das sei „keine Strategie, sondern die Kapitulation vor dem Winter.“


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Nach Auskunft der Regierung habe sich das Bundesverkehrsministerium im Februar von der DB AG zum Sachverhalt unterrichten lassen. Wesentlicher Inhalt sei gewesen, wie bei Großstörungen geeignet gegengesteuert werden könne. „Einzelheiten, etwa zur Dauer von Streckensperrungen, waren nicht Gegenstand der Unterrichtung“, heißt es in der Vorlage weiter.

Auch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) habe im Rahmen eines Auskunftsersuchens an die DB Netz AG verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit dem Agieren der DB AG abgefragt. „Hiermit soll evaluiert werden, welche Maßnahmen die Eisenbahninfrastrukturunternehmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs und zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs ergriffen haben und ob hier systematische Defizite erkennbar werden.“ Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse soll über weitergehende Maßnahmen entschieden werden, heißt es. Das EBA und die Bundesnetzagentur stünden hierzu im Austausch.