Schienengipfel: EU-Staaten vereinbaren Unterstützung beim europäischen Zugnetz TEE 2.0

Mit dem Reisezug quer durch Europa: An dieser Vision arbeiten die Verkehrsminister der EU-Staaten | Foto: Pixabay / Juliane Koch

Beim Schienengipfel des Bundesverkehrsministeriums haben zahlreiche EU-Staaten zugesagt, das deutsche Konzept TransEuropExpress (TEE) 2.0 auf der Schiene zu unterstützen. Eine entsprechende Erklärung wurde am Montag unterzeichnet.

Mit neuen Hochgeschwindigkeits- und Nachtzugverbindungen soll der umweltfreundliche Bahnverkehr ausgebaut und gestärkt werden. Ziel ist es, Deutschland und Europa besser mit dem Zug zu verbinden. Dabei gehe es auch um Verbindungen, die mit dem Flugzeug konkurrieren können, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Der CSU-Politiker hatte im vergangenen Jahr ein Konzept für ein Comeback des 1987 eingestellten „Trans-Europ-Express“ (TEE) vorgestellt, dass nun von zahlreichen Verkehrs­ministerinnen und Verkehrsministern der EU-Staaten unterstützt wird. Angestrebt wird ein Europatakt, um den Zugverkehr grenzüberschreitend zu vernetzen. Dabei geht es um Relationen die mindestens drei Staaten oder zwei Staaten über mindestens 600 Kilometer verbinden. Die Züge sollen mindestens 160 km/h auf einem wesentlichen Teil der Strecke oder eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Gesamtstrecke erreichen. Ebenfalls dazu gehört auch ein Komfortangebot mit WLAN, Gastronomie sowie ggf. Schlaf- und Liegewagen im Nachtzugverkehr gegenüber üblichen Reisezügen.

Die erste Verbindung, die bereits seit Ende 2020 in Betrieb ist, ist die neu elektrifizierte Strecke München–Zürich. Diese erfülle alle Anforderungen an eine Linie des TEE 2.0, sagte Scheuer.

Darüber hinaus wurden Anfang Dezember 2020 neue Nachtzugverbindungen vereinbart. Dies umfasst die Relationen Wien–München–Paris und Zürich–Amsterdam (ab Dezember 2021), Wien/Berlin–Brüssel/Paris (ab Dezember 2023) und Zürich–Barcelona (ab Dezember 2024) – realisiert wird das Angebot von den vier großen Eisenbahnunternehmen aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz.