Schnellbahnprojekt von Berlin nach Wien beschlossen

Ein ICE auf freier Strecke | Foto: Pixabay

Zwischen Berlin und Wien über Prag soll eine neue Schnellzugverbindung entstehen, die eine Zugreise in nur noch fünf Stunden – per Expressverbindung sogar in vier Stunden –ermöglicht.

Darauf haben sich die drei Länder Deutschland, Tschechien und Österreich am Montag geeinigt, wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf dem Schienengipfel in Berlin bekanntgab. Die Verbindung über Dresden und Prag soll Teil eines europäischen Netzes neuer Bahnverbindungen sein.

Die unterzeichnete Erklärung sei der Grundstein für eine leistungsstarke grenzüberschreitende europäische Achse. „Brandenburger Tor, Frauenkirche, Karlsbrücke und Stephansdom – sie rücken über die Schiene ganz dicht aneinander“, so Scheuer.

Nach derzeitigen Plänen wird mit einer Fertigstellung der Verbindung erst Mitte der 2030er-Jahre gerechnet, weil dafür auch ein Tunnel durch das Erzgebirge gebaut werden müsse, erklärte Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Berlin und Dresden soll 2025 fertig sein.


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Das Vorhaben ist Teil des Konzepts TransEuropExpress TEE 2.0, das während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im vergangenen Herbst präsentiert worden war. Es sieht den Ausbau von Schnellbahnstrecken zwischen europäischen Metropolen sowie den verstärkten Einsatz von Nachtzügen vor. Zu den ersten Direktverbindungen, für die kein größerer Streckenausbau nötig ist, gehören Linien zwischen Amsterdam und Rom, Paris und Warschau oder Berlin und Barcelona. Mit Fahrzeiten von rund 13 Stunden sollen diese Ziele untereinander erreichbar sein.


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