Anteilseigner stützen Eurostar mit Rettungspaket in Millionenhöhe

Eurostar-Züge im Bahnhof | Imago / Xinhua

Die Anteilseigner der internationalen Bahngesellschaft Eurostar springen dem angeschlagenen Unternehmen bei.

Der Bahnbetreiber der Eurotunnel-Verbindung soll 250 Millionen Pfund (umgerechnet rund 290 Millionen Euro) erhalten, wie die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf die staatliche französische Eisenbahngesellschaft SNCF berichtet.

Die britische Regierung, die ihre Anteile schon 2015 an private Investoren verkauft hat, beteiligt sich nicht an dem Hilfsprogramm. Im März war berichtet worden, dass Eurostar kurz vor dem Bankrott stehen würde.

Man sei ermutigt von der starken Unterstützung der Aktionäre und Banken, „die es uns ermöglichen wird, diesen wichtigen Service weiterhin für unsere Passagiere bereitzustellen“, sagte Eurostar-Chef Jacques Damas.


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Durch die Corona-Krise waren die Fahrgastzahlen um bis zu 95 Prozent eingebrochen. Eurostar hatte sein Angebot daraufhin stark reduziert – von insgesamt 56 Zügen täglich auf je eine Verbindung zwischen London und Paris sowie zwischen London und Amsterdam.

In Kürze will der Bahnbetreiber sein Angebot aber wieder aufstocken. So sollen von Ende Mai an zwischen London und Paris zwei, ab Ende Juni dann drei Züge pro Tag verkehren.