Alstom schickt französisch-deutschen Coradia-Polyvalent-Regionalzug ins Zulassungsverfahren

Vorserienzug vom Typ Alstom Coradia Polyvalent für den französisch-deutschen Verkehr | Foto: Alstom

Der Zughersteller Alstom hat das erste Vorserienfahrzeug vom Typ Coradia-Polyvalent für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Frankreich und Deutschland ins Zulassungsverfahren geschickt.

Der Zug wurde dafür vom Alstom-Standort im französischen Reichshoffen ins Prüfzentrum von DB Systemtechnik nach Minden überführt und startet dort die ersten Zertifizierungs- und Zulassungsprüfungen. Dort erfolgen mechanische Tests, um beispielsweise das Fahrverhalten des Zuges in den Kurven zu überprüfen. Anschließend sollen im Prüfzentrum in Velim (Tschechien) die Tests der Zugkräfte, des Bremssystems, der elektromagnetischen Verträglichkeit und der akustischen Bedingungen stattfinden, teilte Alstom am Dienstag mit. Die Prüfreihe auf dem deutschen Streckennetz soll im März 2022 starten.

Die 30 Coradia-Polyvalent-Züge für den grenzüberschreitenden Verkehr wurden im Oktober 2019 von der SNCF und der Region Grand Est in Auftrag gegeben. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für Anfang 2024 geplant. Die Züge werden künftig in Frankreich sowie den drei deutschen Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg unterwegs sein.

Die viergliedrigen Zweikraft- (Elektrisch-Diesel) und Zweispannungszüge (25 kV/15 kV) erreichen eine Geschwindigkeit von 160 km/h und verfügen über eine 1. Klasse sowie einen Fahrradbereich. Außerdem sind die Züge mit einer geräumigen Toilette, die auch mobilitäts­eingeschränkten Personen ausreichend Platz bietet, ausgestattet.