Alstom rüstet weitere DB Cargo-Lok mit ETCS für Belgien und die Niederlande aus

Eine Lok vom Typ DE6400 des Hersteller MaK | Foto: Ryan Palmer

Der Bahntechnikkonzern Alstom hat einen Vertrag über die Ausstattung einer weiteren Lokomotive mit der neuesten ETCS-Signaltechnik unterzeichnet.

Bei diesem Projekt, das von der Connecting Europe Facility (CEF) der Europäischen Union und dem niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (IenW) gefördert wird, wird die bewährte Atlas ETCS Baseline 3 Release 2 Lösung von Alstom in eine der DE6400 Güterzuglokomotiven von DB Cargo eingebaut, teilte das Unternehmen mit. Die neue Zugsicherungstechnik soll den belgisch-niederländischen Güterverkehr weiterhin ermöglichen, wenn zum Fahrplanwechsel Ende 2024 in Belgien bzw. zum Fahrplanwechsel Ende 2026 in den Niederlanden die Strecken auf ETCS umgerüstet sind.

Im Rahmen des Vertrages werden die bestehenden niederländischen Systeme ATB-EG und ATB-NG sowie das belgische nationale System (TBL1+) in das ETCS-System integriert. Die Umrüstungsarbeiten für den ersten Prototyp werden vom Güterlokomotiven-Wartungsexperten Shunter durchgeführt, mit dem Alstom im März 2021 einen Kaufvertrag unterzeichnet hat. Mit der Übernahme stärkt Alstom seine Kompetenz im Servicebereich und erweitert seine Präsenz in den Benelux-Ländern.


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Die Modifizierung des Lokomotivprototyps ist laut Unternehmensangaben der jüngste Schritt, mit dem Alstom seine Position im Bereich der fahrzeugseitigen Signaltechnik auf dem europäischen Güterverkehrsmarkt ausbaut. Im Januar kündigten Alstom und DB Cargo ein Projekt zur Nachrüstung von insgesamt 13 EG3100-Güterzuglokomotiven mit dem neuesten ETCS-Standard (Baseline 3 Release 2) für den transeuropäischen Güterverkehr zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden an.