Zweite Münchner S-Bahn-Stammstrecke erst 2032 fertig? – Keine Auskünfte von der Bundesregierung

Visualisierung der neuen unterirdischen Station am Münchner Hauptbahnhof | Foto: DB AG / Fritz Stoiber Productions

Die Deutsche Bahn und der Freistaat Bayern arbeiten seit dem Konsensbeschluss zu den Optimierungen der Zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München „intensiv zusammen“, um das Vorhaben weiter voranzutreiben.

Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Dabei würden auch Entwicklungen bei der Zeit- und Kostenschiene geprüft, heißt es. „Erst wenn valide Ergebnisse vorliegen, können zu den Details Auskünfte erfolgen“, teilt die Regierung mit. 

Die AfD-Fraktion hatte sich nach den Gründen für die früheren und die aktuellen Verzöger­ungen bei dem Projekt erkundigt. Wissen wollten die Abgeordneten auch, wann die Zweite Münchner S-Bahn-Stammstrecke nach der aktuellen Planung fertiggestellt sein und in Betrieb genommen werden soll.

Mit der zweiten Stammstrecke soll die bestehende S-Bahn-Strecke entlastet werden. Sie verläuft zwischen den Bahnhöfen Laim im Westen und Leuchtenbergring im Osten. Kernstück ist ein sieben Kilometer langer Tunnel, der den Hauptbahnhof und den Ostbahnhof miteinander verbindet. Seit April 2017 wird am Bau des Projekts gearbeitet. Ursprünglich war die Fertigstellung für das Jahr 2026 vorgesehen. 2019 verkündete der bayerische Minister­präsident Markus Söder (CSU), dass mit einer Inbetriebnahme erst 2028 zu rechnen ist. Laut Medienberichten könnte es aber auch erst 2032 so weit sein. Die Kosten für das Projekt lagen zuletzt bei rund 3,8 Milliarden Euro.