Mehrere Angriffe auf Zugbegleit­personale in den letzten Tagen

Polizeibeamte im Einsatz | Foto: Imago / HMB-Media (Symbolbild)

Laut Mitteilungen der Bundespolizei ist es in den vergangenen Tagen erneut zu mehreren Angriffen auf zwei Zugbegleiterinnen und einen Zugbegleiter gekommen.

So wurde unter anderem eine Zugbegleiterin am Mittwoch im Rahmen der Fahrschein­kontrolle in einem Regionalexpress auf der Fahrt nach Magdeburg körperlich angegangen. Der 20-jährige Tatverdächtige, der kein Ticket vorzeigen konnte, zog der Zugbegleiterin am Schlüsselband, welches sie um den Hals trug, Die Frau wurde dabei kurzzeitig gewürgt. Auch soll er die Zugbegleiterin stark am Arm festgehalten haben, sodass sie Rötungen davontrug. Alarmierte Bundespolizisten konnten den Mann am Magdeburger Hauptbahnhof im Zug stellen. Er muss sich nun wegen Körperverletzung und Erschleichens von Leistungen verantworten. Der aus Guinea-Bissau stammende Mann war bereits früher wegen Erschleichens von Leistungen aufgefallen, außerdem lagen noch drei Aufenthaltsermittlungen einer Ausländerbehörde vor. Die Zugbegleiterin lehnte eine ärztliche Versorgung ab und setzte ihren Dienst weiter fort. Einem Polizeisprecher zufolge trug die Bahnmitarbeiterin mehrere sichtbare körperliche Male durch den Übergriff davon.

Bei einem anderen Vorfall wurde am selben Tag eine 54-jährige Zugbegleiterin von einer jungen Frau angegriffen. Eine etwa 20-Jährige hatte die Mitarbeiterin der Westfalenbahn bei der Ankunft im Bahnhof Haste mehrfach zur Seite gestoßen, sodass sie zu Boden fiel und sich am Ellenbogen und Rücken verletzte. Die Zugbegleiterin hatte die Frau mehrfach aufgefordert, einen Fahrschein vorzuzeigen. Die junge Täterin – vermutlich afrikanischer Herkunft – wird als ca. 170 cm groß, schlank und mit dunklen Haaren beschrieben. Sie habe nur gebrochen Deutsch gesprochen und ein weißes Kopftuch, einen weißgehaltenen Kaftan sowie bunten Perlenschmuck um den Hals getragen.

Erst am vergangenen Montag war zudem ein 37-jähriger Zugbegleiter von zwei Männern in einem Zug der Nordwestbahn angegriffen worden. Dabei war offenbar ein Schreit über die Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes eskaliert. Der 37-Jährige wurde unter anderem am Kopf verletzt. Die beiden Täter sollen ca. 175 cm groß, schlank und etwa 20-25 Jahre alt sein. Zeugenhinweise zu beiden Fällen nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0511/30365-0 entgegen.