Fahrpreiserstattung bei Zugverspätung ist künftig online möglich

Ein ICE 4 am Bahnsteig kurz vor der Abfahrt | Foto: Imago / Rüdiger Wölk

Wer als Bahnkunde nach einer Zugverspätung einen Teil des Fahrpreises erstattet haben will, kann dies bei der Deutschen Bahn künftig auch digital beantragen.

Ab dem 1. Juni bietet der DB-Konzern neben dem Erstattungsantrag per Post auch die Möglichkeit, das Geld online über die Bahn-App einzufordern. „Die Erstattung über das Smartphone ist künftig kinderleicht und mit wenigen Klicks in fünf Minuten erledigt“, sagte Bahnchef Richard Lutz laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Bahnkunden müssten so keine Zugnummern mehr heraussuchen oder Fahrkarten einreichen. Damit solle die Entschädigung deutlich einfacher werden, betonte Lutz.

Bisher war die Prozedur wesentlich umständlicher: Reisende mussten nach einer Verspätung ihres Zuges ein Fahrgastrechte-Formular ausdrucken, ausfüllen und per Post an den Konzern schicken. Wer dennoch lieber die analoge Form nutzen möchte, kann auch dies tun – sie bleibt erhalten. Bei der Höhe der Erstattung ändert sich nichts: Ab einer Stunde Verspätung zahlt die Bahn ein Viertel des ursprünglichen Fahrpreises zurück, ab zwei Stunden die Hälfte.

Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, befürwortet die neue Möglichkeit. Es gehöre zu einer modernen Eisenbahn dazu, dass man Erstattungs­formulare elektronisch ausfüllen könne, sagte er der Nachrichtenagentur.