Alstom liefert 32 neue Regionalzüge an die Hessische Landesbahn

Ein Zug vom Typ Coradia Continental von Alstom | Foto: Alstom (Visualisierung)

Für den Betrieb im Teilnetz Mittelhessen sollen ab 2023 neue Coradia Continental Elektrotriebzüge zum Einsatz kommen. Der Auftrag an den Zughersteller Alstom umfasst die Lieferung von insgesamt 32 Fahrzeugen.

Bestellt wurden zwölf vierteilige sowie 20 fünfteilige Triebzüge. Der Gesamtwert des Auftrags liegt laut Herstellerangaben bei rund 200 Millionen Euro. Verkehren werden die neuen Fahrzeuge künftig auf den Linien RB 37 Frankfurt–Gießen, RB 40 Frankfurt–Gießen–Wetzlar–Dillenburg, RB 41 Frankfurt–Gießen–Marburg–Kirchhain/Stadtallendorf–Treysa und RB 49 Friedberg–Hanau.

Bereits seit 2018 seien 35 der identischen Züge im HLB-Teilnetz Südhessen-Untermain „sehr zuverlässig“ unterwegs, sagte Müslüm Yakisan, Präsident von Alstom in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen in Südhessen mit dieser Fahrzeugflotte gemacht was Wartung, Zuverlässigkeit und Fahrgastkomfort anbelangt“, ergänzte Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn. „Deshalb freuen wir uns, die Coradia Continental Züge ab Dezember 2023 auch in unserem neuen Mittelhessen-Netz einzusetzen.“


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Der Coradia Continental erreicht Betriebsgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h und bietet als vier- und fünfteilige Einheiten 200 bzw. 280 Sitzplätze. Platz für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen bieten darüber hinaus verschiedene Mehrzweckbereiche. Weil die Antriebsausrüstung auf dem Dach verbaut ist, sei der Innenraum laut Alstom großzügig gestaltet. Die Fahrzeuge verfügen zudem über Steckdosen, WLAN und ein Echtzeit-Fahrgastinformationssystem.

Die HLB löst in zweieinhalb Jahren den bisherigen Betreiber DB Regio im Mittelhessen-Netz ab. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hatte dem Unternehmen nach einer Ausschreibung den Zuschlag erteilt.