Damals am 27. Mai: Eisenbahn­unglück von Dahlerau


46 Menschen sterben am 27. Mai 1971 bei der Kollision zweier Züge auf der eingleisigen Strecke der Wuppertal­bahn. Ein Güterzug und ein Schienenbus, der als Sonderfahrt unterwegs ist, stoßen bei Dahlerau, einem Ortsteil von Radevormwald, frontal zusammen. Unter den Toten sind 41 Schüler der Radevormwalder Geschwister-Scholl-Schule. 25 Menschen erleiden zumeist schwere Verletzungen. Es ist das bis dahin schlimmste Zugunglück der deutschen Nachkriegs­geschichte.

Ursächlich für die Tragödie war menschliches Versagen, auch wenn die Schuldfrage nie abschließend geklärt werden konnte. Da der Schienenbus zum Unfallzeitpunkt etwa 30 Minuten verspätet war, erforderte dies eine Zugkreuzung mit dem planmäßig in der Gegenrichtung verkehrenden Güterzug. Weil beide Züge jedoch nicht mit Sprechfunk ausgestattet waren, war keine Kommunikation zwischen Fahrdienstleiter und Zugpersonal möglich. Rund 800 Meter hinter dem Bahnhof Dahlerau ereignete sich die Kollision.