Ingenieurin Sara Valipour mit Clara Jaschke Innovations­preis ausgezeichnet

Ingenieurin Sara Valipour wird mit Clara Jaschke Innovationspreis ausgezeichnet | Foto: Montage EVN / Allianz pro Schiene

Die Gewinnerin des letztjährigen Clara Jaschke Innovationspreises, Sara Valipour, ist am Dienstag offiziell ausgezeichnet worden.

Die 38-jährige Ingenieurin und Daten-Spezialistin hatte ein Verfahren entwickelt, um bei verschiedenen Zügen und in unterschiedlichen Ländern Fehler besser aufzuspüren und präzisere Vorhersagen zur Zuverlässigkeit zu treffen. Valipour ist Mitarbeiterin beim Bahntechnikhersteller Alstom (früher Bombardier Transportation) in Hennigsdorf.

Dank ihrer Innovation komme die Schienenbranche dem Idealzustand ein Stück näher, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, im Oktober 2020 bei der Bekanntgabe der Gewinnerin. „Immer einsatzbereit, möglichst fehlerfrei und stets zuverlässig – so wünschen sich die Reisenden genau wie die Eisenbahnverkehrsunternehmen alle Züge.“

Die jetzige Laudatio übernahm der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Cem Özdemir (Grüne). Anschließend wurde die Trophäe an die Ingenieurin überreicht.

Vergeben wird der Innovationspreis vom Branchenverband Allianz pro Schiene. Namens­patronin des Wettbewerbs ist Clara Jaschke. Sie wurde 1848 in Schlesien geboren und war eine Pionierin und Vorkämpferin für Frauen bei der Bahn. Sie setzte sich als eine der ersten Eisenbahnerinnen in Deutschland in einer absoluten Männerdomäne für Frauenrechte ein. Zusammen mit ihren wenigen Kolleginnen erreichte sie mit einer erfolgreichen Petition im Preußischen Abgeordnetenhaus im Jahr 1898, dass auch Frauen in der Schienenbranche eine reguläre Anstellung erlangen konnten.