ICE 4-Züge sollen ab Sommer schneller unterwegs sein

Ein ICE 4-Zug in einer Werkshalle | Foto: DB AG / Oliver Lang

Ab Anfang August soll der ICE 4 erstmals Geschwindigkeiten von bis zu 265 Kilometern pro Stunde erreichen können. Bislang lag das Höchsttempo bei 250 Stundenkilometern.

Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und bezieht sich dabei auf Informationen aus Bahnkreisen. Mit der neuen Spitzengeschwindigkeit soll sich demnach auch die Pünktlichkeit verbessern. Unter anderem auf den Strecken Köln–Rhein/Main, Göttingen–Hannover und München–Berlin sollen die Züge das neue Tempo auch ausfahren können.

Die Bahn hatte den Zughersteller Siemens Mobility beauftragt, die Züge für eine Geschwindig­keit von bis zu 265 Kilometern zu ertüchtigen. Damals erklärte eine Unternehmenssprecherin von Siemens, dass sich die technischen Änderungen an den ICE 4-Zügen auf die Zugsicherungs­systeme ETCS und LZB sowie auf die Fahrzeug­steuerungs­software beziehen. „Die Fahrzeuge erhalten eine neue Zulassung und müssen im Rahmen einer entsprechenden Zulassungs­kampagne mit Baumuster­versuchen und Validierungen qualifiziert werden“, so die Sprecherin im März 2020 gegenüber Bahnblogstelle.


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Der ICE4 ist seit 2017 im Regelbetrieb im Einsatz. Insgesamt 137 Züge hat die Deutsche Bahn beim Technologie-Konzern Siemens bestellt, von denen inzwischen 75 ausgeliefert sind. Alle drei Wochen komme ein weiterer Zug hinzu, hieß es. Bis 2024 soll die gesamte ICE4-Flotte ausgeliefert sein.

Die neueste ICE-Generation ist auch mit 265 Stunden­kilometern noch deutlich langsamer als der Vorgänger, der ICE 3. Dieser kann Geschwindig­keiten von bis zu 330 Kilometern pro Stunde erreichen.