Ein „Star“ wird 30 – Bahnchef Lutz über drei Jahrzehnte ICE-Hochgeschwindigkeitsverkehr

Bahnchef Richard Lutz blickt auf 30 Jahre ICE-Geschichte zurück | Foto: DB AG

In diesen Tagen feiert der Intercity-Express ein stolzes Jubiläum. Bereits seit drei Jahrzehnten ist der ICE unterwegs und hat den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland nachhaltig geprägt.

„In nur 30 Jahren haben 330 Züge das geschafft, was sonst nur Promis aus Sport und Musik und Politik schaffen. Der ICE ist ein absoluter Star, das Synonym für Hochgeschwindigkeit auf der Schiene“, sagte Bahnchef Richard Lutz anlässlich des 30-jährigen Jubiläums. Der ICE „gehört zu unserem Alltag wie der Karneval zum Rheinland, der Hafen zu Hamburg und die Currywurst zu Berlin. Aus unserem Leben ist der ICE nicht mehr wegzudenken.“ Rund 1,5 Milliarden Menschen sind seit der Inbetriebnahme des Verkehrs im Jahr 1991 mit dem ICE gefahren.

Angefangen hat alles mit einem symbolischen Knopfdruck. Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker stellte am 29. Mai 1991 im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe pünktlich um 12 Uhr die Signale auf Grün – was folgte war der Beginn eines neuen Eisenbahnzeitalters in Deutschland. Im Rahmen der offiziellen Betriebseröffnung waren fünf fabrikneue ICE 1-Züge in einer Sternfahrt aus Bonn, Hamburg, Mainz, Stuttgart und München zum neu erbauten Fernverkehrshalt in Hessen gefahren. Etwa 3.000 Ehrengäste nahmen an den Feierlichkeiten teil. Wie die Deutsche Bahn betont, habe sich der ICE von damals bis heute zu einer echten Ikone entwickelt.


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Zum Start des ICE-Regelbetriebs stand alles unter dem Motto: „Doppelt so schnell wie das Auto, halb so schnell wie das Flugzeug“. Heute steht der ICE nicht mehr nur für schnelle Reisezeiten und hohen Reisekomfort, sondern auch für klimafreundliche Mobilität. Nach Angaben der Bahn werden die Züge mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. „Der ICE ist ein wesentlicher Faktor für die Mobilitätswende. Ohne ihn wäre das Ziel, die Fahrgastzahlen im Fernverkehr in den nächsten Jahren auf 260 Millionen Reisende zu verdoppeln, nicht zu erreichen“, so Bahnchef Lutz.