Weniger Plastik und mehr Recycling bei der Deutschen Bahn

ICE-Wagen mit Bordrestaurant | Foto: Imago / Jürgen Ritter

Die Deutsche Bahn will weniger Plastikmüll produzieren und die Abfälle aus Bahnhöfen und Zügen noch besser aufbereiten.

Ab Juni greifen deshalb gleich zwei neue Maßnahmen für mehr Ressourcenschutz, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. So soll das bisherige Plastikbesteck in der Bordgastro­nomie der Fernzüge künftig durch ein FCS-zertifiziertes Holzbesteck für to-go-Produkte ersetzt werden. Damit setzt die Bahn auf einen nachwachsenden Rohstoff für die rund 500.000 Bestecke pro Jahr.

Außerdem verbessert das Unternehmen seine Abfalltrennung und -aufbereitung, in dem ein einfacheres und übersichtlicheres System an den Bahnhöfen sowie in den Zügen zur Anwendung kommt. Nach Angaben des Konzerns fallen jährlich etwa 60.000 Tonnen Abfall an. „Reisende trennen künftig nur noch gemischte Abfälle (Kaffeebecher, Glasflaschen oder Lunch-Boxen) sowie Papier“, erklärte ein Bahnsprecher. Anschließend übernehmen 25 zertifizierte Dienstleister die Abfall-Sortierung und das Recycling. „Wertvolle Ressourcen wie Glas, Metall sowie Kunststoffe können schneller und in größerem Umfang wiederverwendet werden“, heißt es von Seiten der Bahn. Für das neue System werden rund 6.000 Abfallbehälter in den öffentlichen Bereichen der Bahnhöfe sowie in den Fernzügen von der bisherigen Vierfach-Trennung auf eine Zweifach-Trennung umgestellt. Die vorhandenen Abfallbehälter werden dabei lediglich neu beschriftet.

„Smarte Alternativen zu Kunststoff sowie ein verbessertes Recycling schützen unseren Planeten und zeugen von Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen“, sagte DB-Chef Richard Lutz. Die jetzigen Maßnahmen seien ein „richtiger Schritt auf dem Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit.“