Bahnchef Lutz: Erinnerung an ICE-Katastrophe von Eschede ist „ständige Mahnung“

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, erinnert an die ICE-Katastrophe von Eschede am 3. Juni 1998 | Foto: Imago / epd / DB AG / Pablo Castganola

Anlässlich des 23. Jahrestages der ICE-Katastrophe von Eschede macht Bahnchef Richard Lutz deutlich, dass die Sicherheit im Bahnverkehr immer an erster Stelle stehen müsse.

Der schreckliche Unfall am 3. Juni 1998 sei eine „ständige Mahnung für uns“, schrieb Lutz am Donnerstag auf der Business-Plattform LinkedIn. Die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden müsse „immer Vorrang vor allem“ haben. „Jedes Jahr gedenken wir der Opfer, und es ist mir immer ein tiefes inneres Bedürfnis, an dieser Gedenkveranstaltung in Eschede teilzunehmen“, so der Bahnchef weiter. „Den Hinterbliebenen, Verletzten und Leidtragenden gehört unser Mitgefühl.“

Die Entgleisung von ICE 884 vor 23 Jahren auf dem Weg von München nach Hamburg kostete 101 Menschen das Leben. Bei Tempo 200 prallte der Zug nahe Eschede in Niedersachsen gegen eine Brücke. Grund für den Unfall war ein wegen Materialermüdung gebrochener Radreifen am ersten Mittelwagen. In der Nähe der Unfallstelle erinnert heute eine Gedenkstätte an die Opfer des Unglücks.