Mitteldeutsches S-Bahnnetz soll erweitert werden

Ein Zug der S-Bahn Mitteldeutschland | Foto: Imago / PicturePoint

Die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen das mitteldeutsche S-Bahn-Netz erweitern. Konkret geht es um die Umsetzung der länderübergreifenden Strecken Leipzig–Zeitz–Gera und Leipzig–Merseburg.

Das erklärte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gegenüber der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Die Finanzierung für das Projekt sei gesichert und der Ausbau könne zeitnah erfolgen, heißt es.

Die Elektrifizierung der S-Bahnverbindung Leipzig–Zeitz–Gera soll dem Bericht zufolge 342 Millionen Euro kosten. Für eine Gleiskurve auf der Strecke Leipzig–Merseburg seien Kosten in Höhe von 130 Millionen Euro vorgesehen. „Für Zeitz und Merseburg bedeutet dies einen enormen Gewinn: Das tägliche Pendeln und die Anbindung an die Räume Leipzig und Gera wird sehr viel besser“, sagte Haseloff.

Sachsen-Anhalt und Sachsen hatten die Linien bei den Verhandlungen über den Braunkohle­ausstieg als Infrastrukturprojekt angemeldet. Inzwischen ist die Strecke im Gesetz verankert, damit übernimmt der Bund die Ausbaukosten. Die Betriebskosten müssen die Länder übernehmen. Fachleute gehen davon aus, dass Planungen und Bau etwa zehn Jahre dauern werden.