Vierte Tarifrunde ohne Ergebnis beendet – Bahn: GDL zielt auf „Konfrontation um jeden Preis“

Ein Lokführer im Führerstand eines Regionalzuges | Foto: EVN

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind auch in der vierten Runde ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Die GDL ziele auf „Konfrontation um jeden Preis“, kritisierte DB-Personalvorstand Martin Seiler am Montagnachmittag. Die Gewerkschaftsführung nehme bewusst Schaden für die Reisenden und das Unternehmen in Kauf, hieß es. Nach Angaben einer Bahnsprecherin beharre die Lokführergewerkschaft „auf ihren hohen Forderungen, die das Dreifache des Öffentlichen-Dienst-Abschlusses umfassen würden.“ Die GDL zeige „in keinem einzigen Punkt Kompromiss­bereitschaft.“

Die Bahn hatte heute laut Mitteilung einen Abschluss in Aussicht gestellt, der sich am Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes für den Bereich Flughäfen orientiert. Auch dieses lehnte die GDL ab und wolle sich nun in ihren Gremien beraten. Ein Statement von Seiten der Gewerkschaft gibt es bislang noch nicht.

Die Bahn machte deutlich, dass sie weiterhin verhandlungsbereit sei. „Wir wollen weiterhin über ein ausgewogenes und solidarisches Tarifpaket verhandeln. Nach über einem Jahr in der Pandemie ist statt Streiks Vernunft gefragt,“ so Seiler weiter.