Vierte Tarifrunde zwischen Bahn und GDL gestartet

Zwei Lokomotiven der Deutschen Bahn | Foto: EVN

Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind am Montagvormittag in die vierte Tarifrunde gestartet.

Wenige Wochen vor den Sommerferien will der Staatskonzern Warnstreiks der Lokführer­gewerkschaft verhindern. „Alle wollen wieder verreisen, wollen die neu gewonnene Freiheit genießen“, sagte Personalvorstand Martin Seiler am Montag laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Kein Mensch könne verstehen, „wenn die GDL jetzt einen Tarifkonflikt anzetteln würde“ – der sei „wirklich unnötig.“

In einem neuen Forderungskatalog der GDL verlangt sie von der Bahn unter anderem eine allgemeine Entgelterhöhung in Höhe des Öffentlichen Dienstes. Dort hatten sich die Vertrags­parteien im Herbst auf Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten geeinigt. Für die Bahn, die nur 1,5 Prozent angeboten hatte, sind auch die neuen Forderungen deutlich zu hoch. Dennoch sieht das Unternehmen Ansätze zu einer Lösung, wie DB-Personalvorstand Martin Seiler am Sonntag sagte.


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Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind die Fahrgastzahlen in den vergangenen Wochen wieder angestiegen. Im Regionalverkehr fahre man das volle Angebot, im Fernverkehr nahezu 100 Prozent, sagte Seiler gegenüber der dpa. „Die Buchungen ziehen wieder an, das ist schön.“ Umso wichtiger sei es, dass die GDL ihren solidarischen Beitrag leiste.