Tarifverhandlungen gescheitert – Lokführergewerkschaft kündigt Arbeitskampf an

Abgestellte Lokomotiven auf einem Betriebsgelände | Foto: Pixabay

Bahnreisende müssen sich offenbar auf baldige Streiks einstellen. Auch in der vierten Tarifrunde am gestrigen Montag wurde keine Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gefunden.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, erklärte die Gewerkschaft am Dienstag, dass die Tarifverhandlungen aus ihrer Sicht gescheitert seien. Daher habe man die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, wird berichtet. Einen Termin nannte die GDL noch nicht.

„Wir wollten verhandeln und eine Einigung erzielen, doch die DB hat sich erneut verweigert“, erklärte Gewerkschaftschef Claus Weselsky dem Bericht zufolge. Er warf der Bahn vor, die Arbeitsbedingungen des Zugpersonals verschlechtern zu wollen und in anderslautenden Aussagen zu lügen.


Die Bahn hatte am Montag einen Abschluss in Aussicht gestellt, der sich am Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes für den Bereich Flughäfen orientiert. Auch dieses lehnte die GDL ab. Die Gewerkschaft verlangt deutlich mehr.

Kommt es zum Warnstreik, wäre es der erste bei der Bahn seit Dezember 2018, als die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ihre Mitglieder zum Arbeitskampf aufrief. Die letzte Streikwelle der GDL ist schon sechs Jahre her.