Defekte Kupplung offenbar Schuld an Zugunglück in Pakistan

Über 60 Menschen starben beim Zugunglück in der Provinz Sindh | Foto: Gul Hassan

Nach Angaben des pakistanischen Eisenbahnministers, Muhammad Azam Khan Swati, ist das Zugunglück in der Provinz Sindh vor wenigen Tagen auf einen technischen Defekt zurückzuführen.

Bei der Entgleisung des Millat Express, der am Montag auf dem Weg von Karachi nach Sargodha war, sei demnach eine Kupplung zwischen zwei Wagen defekt gewesen. Zudem waren offenbar mehrere Schrauben locker.

Laut Swati seien an der Fehlerkette, die zu dem Unglück geführt habe, 22 Bahnmitarbeiter beteiligt gewesen. Der Minister führte das Unglück aber auch auf die veralteten Züge und das marode Schienennetz in Pakistan zurück, berichtete am Mittwoch die Tiroler Tageszeitung. „Wir sind ein armes Land und verfügen noch nicht einmal über neue Technik, um Wagen zu reparieren“, sagte Swati. Oft hätten die Monteure nur einen Hammer.


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Kurz nach der Entgleisung des Zuges bei Daharki prallte ein weiterer Zug aus der Gegen­rich­tung kommend in die Unfallstelle. An Bord beider Züge waren mehr als tausend Menschen, von denen viele gerade geschlafen hatten. Infolge des Unglücks starben 63 Menschen, über 150 wurden verletzt.

Aufgrund des schlechten Zustands der Infrastruktur und fehlender Investitionen sind Bahnunfälle in Pakistan keine Seltenheit.