Absage an favorisierten Standort für neues ICE-Werk

Eine Werkstatthalle für ICE-Züge (Archiv) | Foto: DB AG / Volker Emersleben

Das neue ICE-Werk, das bis 2028 im Raum Nürnberg entstehen soll, wird wohl nicht in den südöstlichen Stadtteilen Altenfurt und Fischbach gebaut.

Wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei der Standort „wahrscheinlich nicht der richtige.“ Die Fläche in diesem Bereich war von der Deutschen Bahn für die Großinvestition zunächst favorisiert worden. Nach Ansicht des CSU-Chefs sei es möglich, die Liste der Standort­alternativen im nordbayerischen Raum zu erweitern. Die Bahn hatte bislang insgesamt neun mögliche Standorte im Großraum Nürnberg in die Auswahl genommen. Söder befürchtet aber auch, dass der Zeitplan nun durch die Standortsuche in Gefahr geraten könnte.

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) betonte, dass das Werk nicht in Altenfurt/Fischbach entstehen werde. Gegen einen dortigen Bau sprachen mehrere Gründe: So wäre das Werk zu nah an der Wohnbevölkerung in einer Gegend, die von vielen Nürn­bergern auch als Naherholungsgebiet genutzt wird.

Die Deutsche Bahn benötigt das neue Instandhaltungswerk für den künftigen Ausbau ihrer Fernverkehrsflotte. Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen Euro sind für das neue ICE-Werk, das zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben werden soll, vorgesehen; mehr als 450 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.