Projekt Digitale S-Bahn Hamburg gewinnt Deutschen Mobilitätspreis

Der Deutsche Mobilitätspreis geht in diesem Jahr an das Projekt Digitale S-Bahn Hamburg | Foto: DB AG / Sophie Fiebeler

Das Projekt Digitale S-Bahn Hamburg ist mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet worden. Siemens Mobility und die Deutsche Bahn bringen mit diesem Vorhaben Deutschlands erste automatisierte Eisenbahn auf die Schiene.

Pünktlich zum ITS-Kongress im Oktober sollen vier Züge der Hamburger S-Bahn mit Fahrgästen an Bord digital gesteuert werden. Durch den Einsatz der neuen Technologie soll die Zuverlässigkeit und das Zugangebot auf den bestehenden Gleisen erhöht werden. Außerdem versprechen sich die Verantwortlichen einen niedrigeren Energieverbrauch.

Im Rahmen des Projekts Digitale S-Bahn Hamburg ist ein 23 Kilometer langer Strecken­abschnitt im Hamburger S-Bahn-Netz zwischen den Stationen Berliner Tor und Bergedorf/Aumühle mit dem Zugbeeinflussungs­system ETCS ausgestattet worden. Erste Test­fahrten seien bereits erfolgreich verlaufen. Basis des hoch­automatisierten Zug­betriebs ist der künftige europäische Standard ATO. Der Lokführer überwacht dabei die Fahrt. Die Kosten für das Vorhaben in Höhe von rund 60 Millionen Euro teilen sich die Stadt Hamburg, Siemens Mobility und die Deutsche Bahn.


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Die neue Technik sei ein weiterer Meilenstein für die Digitale Schiene Deutschland und ein entscheidender Schritt für die Mobilitätswende, sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. „Langfristig wollen wir das Hamburger S-Bahn-Netz mit der Technik ausrüsten. Schon heute investiert der Senat 400 Millionen Euro in neue Züge, die bereits mit der digitalen Technik ausgeliefert werden“, führte Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks aus. Auch Michael Peter, Chef des Bahntechnikunternehmens Siemens Mobility betonte, dass Hamburg damit „Vorreiter für den digitalisierten Betrieb im deutschen Nah- und Fernverkehr“ sei.