Damals am 13. Juni: Eisenbahnunglück von Esslingen


Bei einer Frontalkollision zweier Personenzüge im Bahnhof Esslingen am Neckar sterben am 13. Juni 1961 insgesamt 35 Menschen. Unter den Toten befinden sich auch die beiden Lokführer.

Zurückzuführen ist das Unglück auf menschliche Fehler. Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Streckenabschnitt hinter dem westlichen Ausfahrbereich des Bahnhofs wegen Bauarbeiten nur eingleisig befahrbar. Der Lokführer einer der beiden Züge hatte nach Erteilung des Abfahrauftrags durch den Zugführer seinen Zug zügig beschleunigt, ohne noch einmal auf die Signalstellung zu achten. Kurz nach dem Passieren der eingebauten Bauweiche, die auf den eingleisigen Abschnitt führte, stieß der Zug mit einem anderen, endgegenkommenden Personenzug zusammen. Ebenfalls ursächlich für den Unfall waren laut Untersuchungen teilweise sich widersprechende Vorschriften und ungenügende Sicherungsmaßnahmen.