Alstom rüstet 50 Güterzug­loks von Vossloh Locomotives mit Zug­sicherungs­system aus

Eine dieselelektrische Lokomotive vom Typ DE 18 | Foto: Vossloh Locomotives / T. Mischke

Der Bahntechnikkonzern Alstom rüstet in den kommenden Monaten 50 Lokomotiven vom Typ DE 18 des Lokbauunternehmens Vossloh Locomotives mit Zugsicherungs­systemen für den grenzüberschreitenden Güterverkehr aus.

Kiel (evn) – Sobald die Lokomotiven mit der ETCS-basierten Zugsteuerung ausgestattet sind, sollen sie ab 2022 in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien zum Einsatz kommen, teilte Alstom am Donnerstag mit. Beide Unternehmen haben einen entsprechenden Vertrag, der einen Auftragswert von fast 20 Millionen Euro hat, unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet auch die Option zur Ausrüstung von bis zu 30 weiteren Lokomotiven.

Die für die Vossloh-Lokomotiven vorgesehene Atlas ETCS-Level-2-Signallösung basiert auf dem neuesten Baseline 3 Release 2 Standard. Für die luxemburgischen Strecken werden die Lokomotiven laut Alstom mit ETCS Level 1 betrieben, während auf dem französischen Güterverkehrsnetz der SNCF die Softwarelösung Contrôle de vitesse par balises zum Einsatz kommt. Für ihren Einsatz in Belgien werden die Güterloks zusätzlich mit dem belgischen Zugsicherungssystem Transmissie Baken-Locomotief oder Transmission Balise-Locomotive (TBL1+) ausgestattet. Die drei Systeme werden dann in Alstoms Tri-Standard-Lösung (TriStd) integriert. Um zudem den Betrieb auf dem deutschen Schienennetz zu ermöglichen, verfügt Alstoms Atlas-Lösung auch über das deutsche System der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB). Vereinbart wurde zudem eine Option zur späteren Erweiterung für den Verkehr in den Niederlanden.


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Die Installation des On-Board-Systems erfolgt im Kieler Werk des Lokomotivenherstellers. Das Unternehmen Vossloh Locomotives ist im vergangenen Jahr vom chinesischen Zug­her­steller CRRC übernommen worden.