Verkehrsunternehmen unterstützen einheitliche Regelungen bei Maskenpflicht im ÖPNV

Frau mit FFP2-Maske an einer U-Bahn-Station | Foto: Imago / Leonhard Simon

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützt die Bestrebungen der Bundesländer, bei möglichen Lockerungen einer Maskenpflicht im ÖPNV bundesweit einheitliche Regelungen umzusetzen.

Köln (evn) – Einen entsprechenden Beschluss haben die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder am Mittwoch gefasst. Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen soll demnach zunächst erhalten bleiben. Aktuell sei das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske weiter notwendig, an offenen Haltestellen und Bahnhöfen aber verzichtbar, heißt es im Beschluss. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz Maike Schaefer (Grüne), Bremens Verkehrssenatorin, dazu: „Das verbindliche Tragen einer medizinischen Maske ist ein wesentlicher Grund dafür, den ÖPNV bei Beachtung der Corona-Regeln nutzen zu können.“

VDV-Präsident Ingo Wortmann zeigte sich erfreut, dass die Entwicklung der Pandemie es zulasse, dass die Maskenpflicht im ÖPNV neu bewertet werden kann. „Zugleich ist es sowohl für die Verkehrsunternehmen als auch für unsere Fahrgäste wichtig, dass alle künftigen Regelungen bundesweit einheitlich umgesetzt und rechtzeitig angekündigt werden“, bekräftigte der Chef des Branchenverbands, der 600 Verkehrsunternehmen vertritt. Wichtig sei, dass sich Personal und Fahrgäste auf jeweils geänderte Regularien in den Fahrzeugen sowie an den Haltestellen einstellen können, um unnötige Missverständnisse vor Ort zu vermeiden.

Die Verkehrsministerkonferenz geht davon aus, dass die Corona-Maßnahmen im ÖPNV zur Reduktion des Infektionsgeschehens beitragen und für Fahrgäste damit kein erhöhtes Ansteckungsrisiko im Verhältnis zu anderen Verkehrsmitteln besteht. „Es gibt inzwischen zahlreiche nationale und internationale Studien, die belegen, dass Fahrgäste in Bussen und Bahnen keinem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind als in anderen Verkehrsmitteln, wenn sich alle an die geltenden Corona-Regeln halten“, sagte Wortmann. Über 95 Prozent der Fahrgäste hielten sich konsequent an die Maskenpflicht und achteten auf Abstände in den Fahrzeugen. Zudem würden die Verkehrsunternehmen für eine gute Lüftung und Reinigung der Fahrzeuge sorgen. Der VDV-Präsident ist überzeugt, dass das Infektionsrisiko im ÖPNV gering ist. Das habe, so Wortmann weiter, zuletzt auch die vom VDV in Auftrag gegebene wissenschaftlich unabhängige Studie der Charité Research Organisation bestätigt.