Bundespolizei richtet erneut Waffenverbotszone an drei NRW-Bahnhöfen ein

Bundespolizisten in einem Bahnhof (Symbolbild) | Foto; Bundespolizei

Am kommenden Wochenende (25. bis 27. Juni) richtet die Bundespolizei an den Haupt­bahnhöfen Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen erneut sogenannte Waffenverbots­zonen ein.

Düsseldorf (evn) – Die Beamten werden dann verstärkt nach gefährlichen Gegenständen und Waffen suchen, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit.

Während der Corona-Pandemie sei die Anzahl der Gewaltdelikte „trotz Ausbleibens des Disko- und Partyverkehrs sowie Anreisen zu Veranstaltungen“ nicht signifikant gesunken. Ein Großteil der Gewaltstraftaten finde laut der Bundespolizei an Samstagen und Sonntagen statt. Daher werde man am kommenden Wochenende an besagten Bahnhöfen wieder verstärkt nach Schuss-, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen suchen. Auch das Mitführen von Küchenmessern, Korkenziehern oder Scheren ist für die besagte Zeit an den Bahnhöfen verboten.

Einem Polizeisprecher zufolge sollen die Kontrollmaßnahmen vorbeugen, schützen und sensibilisieren. Bei Verstoß gegen die Allgemeinverfügung erfolgt eine Sicherstellung der aufgefundenen Gegenstände. Des Weiteren kann ein Platzverweis und/oder ein Zwangsgeld in Höhe von 200 Euro verhängt werden, erklärte ein Polizeisprecher.

Anfang Mai bestand eine Allgemeinverfügung bereits für die Bahnhöfe Köln Hbf, Siegburg/Bonn und Siegen. Damals hatten die Beamten bei einem 52-Jährigen diverse gefährliche Gegenstände – insgesamt drei Wurfmesser, eine Elektroimpulswaffe sowie eine weitere Stichwaffe – sichergestellt. Die Mehrzahl der Reisenden hielt sich aber an das Waffenverbot, teilte die Bundespolizei damals mit.