Vater mit drei Kindern kollidiert an Bahnübergang mit Güterzug

Beamte der Bundespolizei an einem Bahnübergang (Symbolbild) | Foto: Fotolia

Bei der Kollision zwischen einem Güterzug der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) und einem Pkw ist am Dienstag ein Kind schwer verletzt worden.

Anröchte (evn) – Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Morgen gegen 7.26 Uhr, als ein 35-jähriger Autofahrer mit seinen drei Kindern trotz Rotlicht einen unbeschrankten Bahnübergang befuhr. Laut Zeugenaussagen habe er zunächst gewartet, sei dann aber plötzlich losgefahren, als sich ein Zug von rechts näherte. Die Lok prallte mit dem Auto zusammen. Der Lokführer konnte den Unfall trotz Vollbremsung nicht mehr verhindern.

Laut Polizeiangaben konnten alle Pkw-Insassen das schwer beschädigte Fahrzeug selbstständig verlassen, eines der Kinder musste mit einer Platzwunde ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Verständigung mit dem Fahrer sei aufgrund von Sprachbarrieren recht schwierig gewesen, erklärte ein Polizeisprecher. Der Mann legte eine ausländische Fahrerlaubnis vor, die jedoch mittlerweile in Deutschland keine Gültigkeit mehr besitzt. Am beschädigten Ford Mondeo entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Der Sachschaden an der Lokomotive wird auf mindestens 10.000 Euro geschätzt.