Eurowings verteidigt inner­deutsche Flüge – Bischof: „Als Zubringer wichtig“

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Eurowings | Foto: Pixabay

Der Chef des Lufthansa-Ablegers Eurowings, Jens Bischof, hat in der aktuellen Diskussion um die Streichung von Inlands­flügen eine Reduzierung von Kurz­strecken­verbindungen innerhalb Deutschlands abgelehnt.

Düsseldorf (evn) – Innerdeutsche Strecken fielen mit Blick auf die CO2-Gesamtbilanz kaum ins Gewicht, sagte er der Rheinischen Post. Außerdem machten sie nur noch „einen sehr geringen Teil unseres Netzes aus“. Innerdeutsche Flüge seien, so Bischof weiter, „als Zubringer wichtig“, da Passagiere sonst „über andere Drehkreuze außerhalb Deutschlands“ fliegen würden. Der Eurowings-Chef forderte zudem mehr Staatshilfen, um synthetisches Kerosin zu erzeugen, das praktisch klimaneutral sein soll.

Lufthansa und Deutsche Bahn hatten im März angekündigt, ihre Kooperation auszubauen. Vor allem sollen deutsche Flughäfen durch extraschnelle Sprinter-Züge künftig besser angebunden werden. Dort wo eine zuverlässige und schnelle ICE-Verbindung angeboten werde, seien Passagiere von Inlandsflügen grundsätzlich bereit, auf die Bahn umzusteigen, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Politikbrief der Lufthansa. Dennoch will auch Deutschlands größte Fluggesellschaft weiterhin Umsteigepassagiere mit dem Flieger an die Drehkreuze Frankfurt und München bringen. Das Problem sei, dass es noch immer Flughäfen wie München gebe, die keinen ICE-Anschluss besitzen.

In dieser Woche war bekannt geworden, dass die Kurzstrecken­verbindung zwischen Nürnberg und München von der Lufthansa nicht wieder aufgenommen werden soll. Stattdessen würden die Passagiere – wegen der fehlenden ICE-Anbindung am Münchner Flughafen – über die knapp 150 Kilometer mit einem Express-Bus befördert.