Hamburg: S-Bahn-Station Ottensen geht später in Betrieb

So soll die neue S-Bahn-Station Ottensen aussehen | Visualisierung: Zetcon Ingenieure

Nach Angaben der Deutschen Bahn wird die neue S-Bahn-Station im Hamburger Stadtteil Ottensen später als ursprünglich geplant in Betrieb gehen.

Hamburg (evn) – Voraussichtlich ab August 2022 können Fahrgäste die Station nutzen, teilte eine Bahnsprecherin am Freitag mit. Damit wird der neue Haltepunkt erst einige Monate später als ursprünglich geplant zur Verfügung stehen. Grund dafür seien zusätzliche Bau- und Sanierungsmaßnahmen sowie die dadurch notwendige Verschiebung von Sperrpausen.

Nach Angaben der Bahn seien bei den Vorbereitungen an der nördlichen Brücke Ermüdungs­erscheinungen entdeckt worden, die erst nach dem Abstrahlen der Brücke unterhalb der Korrosionsbeschichtung sichtbar wurden. Daher kann die Brücke nicht, wie ursprünglich geplant, direkt eingebaut werden, sondern muss zunächst umfänglich saniert und verstärkt werden. Im Oktober und November 2021 erfolgen dann die Herstellung der Lagersockel, Brückenauflager und der Einhub der sanierten Brücke.

Die neue Station wird sich zwischen den beiden Eisenbahnüberführungen „Bahrenfelder Steindamm“ und „Daimlerstraße“ befinden. Gebaut wird ein 140 Meter langer Mittelbahnsteig, der über zwei Zugänge erreichbar sein wird. Der barrierefreie Hauptzugang entsteht am Bahrenfelder Steindamm und ein zweiter, westlicher Zugang ist jeweils über die Thomasstraße und Gaußstraße vorgesehen.

Die Bahn rechnet nach eigenen Angaben mit täglich zunächst rund 5.000 Ein- und Aussteigern, später sollen es mehr werden. „Die neue S-Bahn-Station erreicht im Umkreis etwa 11.000 Menschen zusätzlich“ und bietet diesen „eine direkte Bindung an das Schnellbahnnetz“, so die Bahnsprecherin. Die Kosten für die Baumaßnahmen, die von der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Deutschen Bahn getragen werden, sollen sich auf rund 40,7 Millionen Euro belaufen.