Pro Bahn kritisiert schleppende Umsetzung von Bahnprojekten in Bayern

Ein Triebwagen der Baureihe 628 in Richtung Grafing Bahnhof | Foto: EVN

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die aus seiner Sicht eher schleppende Umsetzung von Bahnprojekten in Bayern kritisiert.

München (evn) – Von der ersten Idee bis zur Umsetzung selbst kleiner Maßnahmen vergehe in Bayern viel Zeit, „andere Länder nehmen in der gleichen Zeit komplette stillgelegte Bahn­strecken wieder erfolgreich in Betrieb“, kritisierte der Fahrgastverband in einer Mitteilung.

„Wenn man den Bürgern die Wahl geben mag, eine gute Bahn zu nutzen, muss deutlich mehr passieren als nur gelegentlich eine Verbesserung im Bestand“, sagte der Pro-Bahn-Vorsitzende für Oberbayern, Norbert Moy.

Zugleich begrüßte der Verband die angekündigte Elektrifizierung des Filzenexpress zwischen Ebersberg und Wasserburg. Der Freistaat Bayern hatte am Donnerstag die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau einer Oberleitungsanlage bekanntgegeben.

Laut Moy sei die Strecke in den 80er Jahren schon fast stillgelegt worden. Nur durch viel Engagement konnte die Bahntrasse damals gerettet werden. Die anstehende Elektrifizierung sei ein „riesiger Erfolg“, ebenso wie der „erfolgreiche Stundentakt“.