550.000 Menschen arbeiten für die Bahnbranche

Zugbegleiterinnen der DB AG auf einem Bahnsteig | Foto: Imago / Ralph Peters

Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung (DZSF) im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums umfasst die Bahnbranche rund 550.000 Menschen.

Berlin (evn) – Direkt im Schienensektor beschäftigt sind demnach knapp 397.600 Menschen. Dabei sind 123.000 im Bahnbetrieb, 109.100 in Bereich Bahninfrastruktur und 65.000 in der Herstellung, Instandhaltung und Vermietung von Rollmaterial tätig. Weitere Mitarbeitende finden sich in den Bereichen Kombinierter Verkehr (6.500), Forschung, Aufsicht, Aufgabenträger und Verkehrsverbünde (3.200) und Sonstige Dienstleistungen im Bahnsektor (90.800). Auch indirekte Beschäftigte bei Vorlieferanten (90.400) sowie Effekte in vorgelagerten Wertschöpfungsketten (62.000) werden dazugezählt.

Der Großteil der in der Studie befragten Unternehmen blickt positiv auf die kommenden zehn Jahre und erwartet sowohl höhere Transportvolumina (80 Prozent erwarten Zuwachs im Güterverkehr, 59 Prozent erwarten Zuwachs im Personenverkehr) sowie eine höhere Beschäftigung.

„Unsere Studie zeigt, wie enorm bedeutend der Bahnsektor für unsere Volkswirtschaft ist und wie goldrichtig wir damit liegen, die Branche mit unseren Rekordinvestitionen massiv zu unterstützen“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Laut den Ergebnissen haben 56 Prozent der Unternehmen auf die Corona-Pandemie mit Kurzarbeit oder reduzierter Zeitarbeit reagiert. Nur fünf Prozent sprachen demnach betriebsbedingte Kündigungen aus oder griffen auf Frühverrentungen (2 Prozent) zurück – auch um Arbeitskräfte in den Unternehmen zu halten.

Weil aktuell und künftig vor allem Fachkräfte fehlten, seien ausreichende Kapazitäten in Hochschulen sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen wichtig, hieß es. Kern der Studie war neben der Auswertung von verschiedenen Datenquellen eine direkte Befragung von Unternehmen der Bahnbranche.