Wieder heftige Unwetter in Süddeutschland – Bahnverkehr beeinträchtigt

Anzeigetafel am Bahnhof zeigt ausfallende Züge | Foto: Imago / Ralph Peters

In weiten Teilen Süddeutschlands haben am Dienstagabend Gewitter gewütet, die örtlich heftig ausfielen. Auch der Bahnverkehr war betroffen.

  Aktualisiert | 30. Juni 2021, 00:05 Uhr  

München (dpa/evn) – Heftige Unwetter sind am Dienstag erneut über Bayern gezogen und haben auch den Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Die Unterbrechungen im Fernverkehr sollten nach Bahnangaben voraussichtlich bis in die Abendstunden hinein anhalten. Betroffen von Sperrungen waren auch zahlreiche Regionalbahnstrecken.

Im Bahnverkehr waren Verbindungen zwischen Stuttgart und München, Stuttgart und Nürnberg, zwischen Erfurt, Nürnberg und München, zwischen Fulda und München sowie zwischen Frankfurt (Main) und Passau betroffen. Sie seien vorübergehend eingestellt worden. Die Nachtzüge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) von und nach Amsterdam, Brüssel, Innsbruck und Wien fallen aus, wie die Bahn weiter mitteilte. Noch fahrende Fernzüge seien teilweise sehr voll. Dafür werde um Verständnis gebeten, hieß es. Reisende wurden gebeten, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren.

Im bayerischen Regionalverkehr wurden mehrere Strecken gesperrt und der Zugverkehr eingestellt, darunter waren zum Beispiel die Strecken zwischen Landshut und Plattling (Landkreis Deggendorf), zwischen München und Buchloe (Landkreis Ostallgäu) und zwischen Nürnberg und Schwabach, wie es auf der Internetseite der Bahn hieß. Auf der Bahnstrecke Regensburg–Ingolstadt fiel ein Baum auf die Oberleitung, ein Zug musste anhalten, berichtete die Polizei. Die Fahrgäste mussten auf Busse umsteigen,


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Schon im Laufe des Tages hatten Fernzüge auch in Baden-Württemberg zeitweise wegen der Unwetterschäden nicht am Hauptbahnhof in Stuttgart gehalten. Auf mehreren Strecken blieb der Regionalverkehr nach Stuttgart stehen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor erklärt, von Südwesten her zögen bis in die Nacht zum Mittwoch weitere Unwetter über die Südhälfte des Freistaats. Im Alpenvorland drohten Hagelschauer mit Körnern bis zu fünf Zentimeter Durchmesser und Orkanböen bis zu 120 Stundenkilometer. In der Nacht zum Mittwoch würden die Gewitter langsam nach Nordosten abziehen, sagten die Meteorologen voraus.