Regionalzüge im Raum Stuttgart erhalten ETCS/ATO-Bordsysteme

Ein Regionaltriebzug des Bahnbetreibers Abellio für den Verkehr im Stuttgarter Netz | Foto: Abellio

Für den künftigen Verkehr im digitalen Stuttgarter Bahnnetz rüstet der Zughersteller Alstom die im Regionalverkehr eingesetzte Fahrzeugflotte mit den erforderlichen Bordsystemen für die Zugsicherung ETCS und den automatisierten Zugbetrieb ATO aus.

Stuttgart (evn) – Der Auftragswert für die Nachrüstung der insgesamt 118 Regionalzüge verschiedener Hersteller liegt bei rund 130 Millionen Euro, wie Alstom am Freitag mitteilte. Auftraggeber ist die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW). Die Nachrüstung umfasst die Integration von ETCS Level 2 und 3 sowie die Ausstattung der Fahrzeuge für den ATO-Betrieb in der Stufe GoA 2 (halbautomatisiert mit Lokführer).

Wie Müslüm Yakisan, Präsident von Alstom in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erklärte, sei der Digitale Knoten Stuttgart „ein richtungsweisendes Projekt für den Schienenverkehr in Deutschland“.


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Durch den Einsatz der neuen Technik soll die „Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Schienenknotens Stuttgart gesteigert“ werden, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Die erste Stufe der Fahrzeugumrüstung soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein, anschließend erfolgt bis Mitte 2027 eine weitere Hochrüstung.

In der vergangenen Woche war Alstom bereits von DB Regio mit der Nachrüstung von 215 S-Bahn-Triebzügen beauftragt worden. Dieser Auftrag umfasst 60 Züge der Baureihe 423 und 155 der Baureihe 430. Erreicht werden soll damit eine um mindestens 20 Prozent höhere Leistungsfähigkeit des Stuttgarter S-Bahnnetzes – vor allem auf der Stammstrecke.