Rhein-Main-Gebiet: Deutsche Bahn übernimmt Wartung der Wasserstoff-Zugflotte

Der Wasserstoffzug Coraia ILint auf Stippvisite im DB Regio-Werk in Frankfurt-Griesheim | Foto: DB AG / Andreas Fuhrmann

Die Deutsche Bahn übernimmt die Wartung der künftigen Wasserstoffzüge, die ab dem kommenden Jahr im Rhein-Main-Gebiet zum Einsatz kommen werden.

Frankfurt/Main (evn) – Für das Vorhaben werden rund 1,2 Millionen Euro in das Instand­haltungs­werk Frankfurt-Griesheim investiert, teilten DB Regio, der Rhein-Main-Verkehrs­verbund und der Zughersteller Alstom am Freitag mit.

Insgesamt 27 Züge mit Brennstoffzelle sollen ab Dezember 2022 auf vier Strecken rund um die Mainmetropole unterwegs sein. Angeschafft werden die neuen Fahrzeuge vom Typ Coradia iLint für rund eine halbe Milliarde Euro von der RMV-Tochter Fahma beim Zughersteller Alstom. Sie sollen künftig die Dieselzüge ersetzen und auf den Linien RB11, RB12, RB15 und RB16 emissionsfrei unterwegs sein. Rund 2,5 Millionen Kilometer wird die Flotte dabei pro Jahr auf dem Streckennetz fahren.

Weil der Zugverkehr bis 2040 weitestgehend klimaneutral sein soll, sei es wichtig, Zukunfts­technologien, die mit Akku- oder Wasserstoffzüge zur Anwendung kommen, im Betrieb und in der Wartung zu beherrschen, sagte Oliver Terhaag, Produktionsvorstand von DB Regio.

Der Wasserstoff kommt aus dem Chemie-Industriepark Frankfurt-Höchst, wo er als Abfallprodukt anfällt. Wer die Züge letztlich als Betreiber fährt, steht noch nicht fest.