Neue Stellwerkstechnik für Bahnstrecke Kleve – Kempen

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst auf Baustellenbesuch in Goch | Foto: DB AG / Michael Neuhaus

Die Deutsche Bahn erneuert derzeit die Stellwerkstechnik im Bereich der Bahnstrecke Kleve – Kempen. Durch die Modernisierung sollen ab Dezember flexiblere Fahrmöglich­keiten und eine bessere Steuerung ermöglicht werden.

Goch (evn/dpa) – „Eine moderne Verkehrspolitik ist der beste Klimaschutz. Deshalb muss Deutschland wieder Bahnland werden“, sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag bei einem Baustellenbesuch in Goch zusammen mit DB-Infrastruktur­vorstand Ronald Pofalla. Man brauche „ein gut ausgebautes, modernes Bahnnetz. Nur wenn die Züge zuverlässig und pünktlich fahren, sind sie für viele Menschen eine Alternative zum Auto“, betonte Wüst. Durch die Digitalisierung soll der Bahnverkehr besser und zuverlässiger werden.

Im ersten Bauabschnitt zwischen Kleve und Geldern verlegt die Bahn derzeit Kabel. Bis Ende Juli werden neue Technikmodule für die Zugsteuerung errichtet. Ab Dezember sollen die Fahrdienstleiter den Zugbetrieb auf dem Abschnitt digital steuern. Profitieren sollen vor allem Pendler, die täglich zwischen Niederrhein und der Region Rhein/Ruhr unterwegs sind.

Die Stellwerks- und Signaltechnik soll bis Herbst 2022 auf der ganzen Strecke erneuert werden. Die Fahrdienstleiter werden die Züge dann nur noch aus sechs anstatt zwölf Stellwerken steuern. Außerdem werden 76 Bahnübergänge erneuert.

Die Modernisierung geschieht im Rahmen eines Sonderprogramms von Bund, Bahn und Bahnindustrie. Mittel aus dem sogenannten Schnellläuferprogramm fließen in NRW auch in die Erneuerung von Signal- und Stellwerkstechnik an der Ruhr-Sieg-Strecke Letmathe – Kreuztal. Bundesweit umfasst das Vorhaben insgesamt sieben Projekte.