Siemens Mobility erhält Milliardenauftrag aus den USA

Designzeichnung: So könnten die neuen Amtrak-Züge aussehen | Visualisierung: Siemens Mobility

Der Zughersteller Siemens Mobility ist vom amerikanischen Eisenbahnunternehmen Amtrak mit der Lieferung neuer Züge beauftragt worden.

München/Washington (evn) – Der Auftrag umfasst die Konstruktion, Herstellung und technische Wartung von zunächst 73 Zügen, wie Siemens am Mittwoch mitteilte. Optional ist eine Erweiterung um bis zu 140 weitere Züge möglich. Der Auftrag hat einen Wert von 3,4 Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro) und ist damit der größte, den die Konzernsparte je in Nordamerika erhalten hat.

Bestellt wurden Hybridzüge mit Batterie sowie Zweikraftzüge, die sowohl mit Diesel als auch mit Strom fahren können. Die Auslieferung des ersten Zuges soll 2024 erfolgen. Gebaut werden die neuen Fahrzeuge im kalifornischen Sacramento.

„Die neuen Züge werden das Reisen mit der Bahn grundlegend verändern. Wir werden unsere mittlerweile 40 bis 50 Jahre alte Flotte durch moderne, in den USA hergestellte Züge und Anlagen ersetzen“, sagte Bill Flynn, CEO von Amtrak. Zum Einsatz kommen sollen die neuen Züge im gesamten Nordostkorridor sowie auf mehreren staatlich geförderten Strecken, beispielsweise in Maine, Massachusetts, New York, North Carolina, Oregon, Vermont, Virginia und Washington.

Mit dem Ausbau der Kapazitäten und verkürzter Reisezeiten hofft Amtrak, mehr als 1,5 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr zu gewinnen. Gleichzeitig soll der Schadstoffausstoß im Vergleich zur bestehenden Flotte nachhaltig reduziert und so ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.