Zug stürzt in Fluss: Mehr als ein Dutzend Verletzte in Österreich

Unfallstelle | Foto: Feuerwehr

Am letzten Schultag vor den Ferien ist in Österreich ein Zug mit Dutzenden Kindern und Jugendlichen an Bord entgleist und in einen Fluss gestürzt.

  Aktualisiert | 09. Juli 2021, 17:25 Uhr  

Tamsweg (dpa/evn) – Nach Angaben des Rettungskommandanten Anton Schilcher wurden bei dem Unfall im Salzburger Land 17 Menschen leicht verletzt. Das Unglück ereignete sich kurz nach sieben Uhr in der Nähe von Kendlbruck. Ein Waggon eines Regionalzuges stürzte rund vier Meter über die Flussböschung ab und kam seitlich in der Mur zu liegen.

Die meisten der rund 50 Passagiere waren Kinder und Jugendliche. Sie seien auf dem Weg nach Tamsweg gewesen, sagte eine Sprecherin des Roten Kreuzes der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt ist ein wichtiger Schulstandort für umliegende Regionen.

Mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Wasserrettung und Bergrettung waren am Freitag im Einsatz. Sie eilten zu der schwer zugänglichen Unfallstelle, wo neben dem Fluss zwar ein Schienenweg, aber keine Straße verläuft. Die Helfer stellten sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen ihre Sitznachbarn aus dem Zug fanden, um herauszufinden, dass niemand vermisst wurde. Einige der Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, andere vor Ort von ihren Eltern abgeholt.

Die Ursache für den Unfall war wohl der Wurzelstock eines Baumes, der nach einer Kurve auf den Gleisen lag, sagte Einsatzleiter Schilcher. „Es hat in der Nacht ein Unwetter gegeben“, erklärte er. Zum Glück habe die Mur jedoch kein Hochwasser geführt. „Der Waggon wurde nicht geflutet.“ Laut Schilcher gab es noch einen weiteren Grund, warum der Unfall relativ glimpflich ausging. Weil die Passagiere so jung waren, seien schwerere Verletzungen oder Schlimmeres ausgeblieben: „Kinder sind beweglicher als Erwachsene.“