Deutsch-französischer Regionalzug vorgestellt – „Signal für Europa“

Vorserienzug vom Typ Alstom Coradia Polyvalent für den französisch-deutschen Verkehr | Foto: Alstom

Vertreter von Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Frankreich haben in Neustadt/Weinstraße den Prototypen des ersten deutsch-französischen Triebzuges vorgestellt.

Neustadt (dpa/evn) – „Diese Deutschlandpremiere setzt ein ganz deutliches Signal für Europa“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Samstag. „Regiolis“ werde auf mehreren Strecken in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen, etwa zwischen Neustadt und Straßburg. „Mit diesem zukunftsweisenden Verkehrsprojekt werden wir Pendlern und Pendlerinnen ein attraktives, klimafreundliches Verkehrsangebot machen“, meinte Dreyer.

Bis Dezember 2024 wollen die drei Bundesländer und die benachbarte Région Grand Est demnach das gemeinsame, grenzüberschreitende deutsch-französische Nahverkehrsangebot mit insgesamt sieben durchgehenden Streckenverbindungen an den Start bringen.

Die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) sprach von einem wunderbaren gemeinsamen Projekt. „Europa bauen wir hier bei uns ganz konkret, aus Visionen werden Schienen, und mit dem Saarland im Zentrum wächst unsere Großregion weiter zusammen.“


Die Staatssekretärin im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, Elke Zimmer (Grüne), sagte, bald würden in solchen Zügen Fahrgäste grenzüberschreitend unterwegs sein. „Das ist gelebte europäische Integration und eine tolle und nachhaltige Aufwertung für unsere gemeinsame Grenzregion“, meinte Zimmer.

30 Coradia-Polyvalent-Züge für den grenzüberschreitenden Verkehr wurden im Oktober 2019 von der SNCF und der Region Grand Est in Auftrag gegeben. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für Anfang 2024 geplant. Die Züge werden künftig in Frankreich sowie den drei deutschen Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg unterwegs sein.